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15.04.2021

Rekultivierung von Kiesgruben schafft neue Lebensräume und Naherholungsgebiete

Die Baubranche setzt sich dafür ein, dass sowohl in Zukunft genügend Wohnraum zur Verfügung steht als auch gleichzeitig Platz für Erholung geschaffen wird. Die Rekultivierung von Kieswerken spielt dabei eine wichtige Rolle.

Für die Schweizer Bevölkerung haben der Natur- und Umweltschutz sowie ein intaktes Ökosystem einen hohen Stellenwert. Dies bestätigen die Ergebnisse der Umfrage «Baue deine Schweiz der Zukunft», welche der Schweizerische Baumeisterverband kürzlich veröffentlicht hat. So wünschen sich rund 40 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer, dass sie im Jahr 2040 ihre Freizeit vermehrt in Naherholungsgebieten in der Schweiz verbringen können. Parallel nimmt das Bedürfnis nach grosszügigerem Wohnraum zu. Um dem gerecht zu werden, ist die Balance zwischen dem Gewinnen von Baumaterial und dem Bewahren der Landschaft zu halten. Die St.Galler Baumeister leisten dazu einen wichtigen Beitrag.

Kiesabbau trägt zum Schutz bedrohter Arten bei

Der Abbau von Kies und Sand, welcher für die Betonproduktion und den Strassenbau wichtig ist, stellt einen erheblichen Eingriff in die Natur dar. Aus diesem Grund werden Kieswerke unter strenger Reglementierung betrieben und die Kiesgruben nach der Nutzung wieder mit sauberem Aushubmaterial aufgefüllt und rekultiviert. Die Rekultivierung verlangt eine umsichtige Planung und fachkundige Umsetzung. Einerseits wird beabsichtigt, durch einen hochwertigen Bodenaufbau die landwirtschaftliche Nutzfläche wieder herzustellen und andererseits ein Teil der Gesamtfläche als wertvolle ökologische Ausgleichsfläche zu gestalten. In diesen ökologischen Ausgleichsflächen soll für möglichst viele Pflanzen und Tierarten neuer Lebensraum entstehen.

Der Natur und der Bevölkerung etwas zurückgeben

Die Firma Hastag St.Gallen Bau AG, welche das Kieswerk Stöcklen Arnegg betreibt, legt viel Wert darauf, im Anschluss an den Kiesabbau der Natur und der Bevölkerung beste Voraussetzungen für die Erholung zurückzugeben. In Arnegg beispielsweise fördern Gewässerbecken und verschiedene Strukturen entlang der neu angelegten Bachoffenlegung die Artenvielfalt. Auf dem Areal der ehemaligen Kiesgrube in Niederbüren befinden sich heute bei den ehemaligen Schlammweihern wertvolle Lebensräume für Amphibien. Zum Unterhalt dieser Flächen werden Wasserbüffel eingesetzt. Ausgedehnte Wildblumenwiesen und ein Vitaparcours werten das Naherholungsgebiet auf.

Es braucht Lösungen für die Materialablagerung

Die Schweiz verfügt über ein natürliches Kiesvorkommen. Im Kanton St.Gallen gibt es rund 13 Kieswerke (Stand 2019). Trotz dieser Ausgangslage muss diesem wertvollen Rohstoff Sorge getragen werden, denn die Hürden für neue Abbaubewilligungen sind sehr hoch. Ein grosser Mangel besteht für die Ablagerungsmöglichkeit von Aushub- und Abbruchmaterial. Gerade bei grossen Überbauungen oder beim Bau von Tiefgaragen fällt viel Aushub- oder Abbruchmaterial an. Ziel ist es, möglichst viel von diesen anfallenden Materialien aufzubereiten und der Wiederverwertung zuzuführen. Zu diesem Zweck ist in den vergangenen Jahren viel in Aufbereitungsanlagen investiert worden. Was nicht direkt recycelt werden kann, muss umweltgerecht abgelagert werden. Nur so lässt sich der Stoffkreislauf schliessen.

​Kieswerk Stöcklen Arnegg

​Kieswerk Stöcklen Arnegg

Bachoffenlegung

Bachoffenlegung

Wildblumenwiese

Wildblumenwiese

Bilder zur Verfügung gestellt durch Hastag St.Gallen Bau AG